Worum es geht


Bereits ende der 60er Jahre wurde über einen Ausbau der B27 im Steinlachtal nachgedacht.
Ofterdingen litt bereits damals unter der zerschneidenden Wirkung der innerörtlichen Bundesstraße
Es wurde nichts unternommen um das Leid der Ofterdinger zu lindern.

Verschiedene Versionen werden im Laufe der Zeit entworfen. Eine Galerielösung nordwestlich von Ofterdingen scheitert am Naturschutz. Die einvernehmlich für gut befundene "Kriegerdenkmalstrasse" wird seitens der Ofterdinger Verwaltung und dem dortigen Gemeinderat unmöglich gemacht, indem einfach ein Gewerbegebiet auf der geplanten Lösung beschlossen wird.
Es wird weiterhin nichts unternommen um das Leid der Ofterdinger zu lindern.

Tunnellösungen stehen ebenfalls zur Diskussion und werden seitens der Planungsbehörde allesamt als zu teuer abgelehnt.
Die vom damaligen Träger des Protests gegen die Endelbergtrasse in Auftrag gegebene "Kleemann-Studie" wird vom Ofterdinger Gemeinderat verlacht.
Nach wie vor wird nichts unternommen um das Leid der Ofterdinger zu lindern.

Statt dessen wird 1994 beschlossen, die B27 in der Planungvariante 01 "Endelbergtrasse" zu bauen. Die damals schon unter Umweltaspekten schlechteste und schädlichste Variante mit über 30 Hektar Flächenfraß wird zum Maß aller Dinge erklärt.
Später nennt sie der Mössinger OB Michael Bulander sogar "einen Gewinn für Mensch und Natur".
Bis zur Einleitung des Planfestsstellungsverfahrens im Jahre 2019 - also 26 Jahre später - wird nichts unternommen, was das Leiden der Ofterdinger hätte lindern können.

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich in der Biodeversitätskonvention von 1992 verpflichtet, weitere Flächenversiegelungen wo immer es geht zu vermeiden. Angesichts dessen und angesichts einer 2020 gesellschaftlich und politisch gewollten und beschlossenen Verkehrswende und einem prognostiziert abnehmenden mobilen Individualverkehr, ist ein Ausbau der B27 in dieser Form schlicht nicht zeitgemäß. Ein Tal soll zerstört, Lebensraum vernichtet und Arten vertrieben werden. Unser Ziel ist es, dies zu verhindern.

Wir sind für jede Lösung offen, die schonender mit unserem einzigen Lebensraum umgeht.
Wir wollen reden. Wir stellen uns jeder Diskussion. Und wir sind bereit für unseren und den Lebensraum kommender Generationen zu kämpfen.